Internationaler Frauentag 2025

Solidarität mit den Streikenden!
Heraus zum Frauentag!

 

Es sind oft Frauen, die im Kampf für höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und Entlastung in der ersten Reihe stehen. Sie bestreiken Kliniken, Kitas, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Straßenbahnen, Jugendämter und Flughäfen. Und das mit einer zunehmenden Wut im Bauch. Kein Wunder, denn sie sind von den Ungerechtigkeiten dieses Systems besonders betroffen.
16 Prozent weniger Lohn
Im Durchschnitt verdienen Frauen in diesem Land noch immer 16 Prozent weniger als Männer. Das liegt auch daran, dass die Löhne in den sogenannten Frauenberufen im Gesundheits-, Bildungs- und Erziehungswesen oder in Service und Reinigung besonders gering sind. Oft sind die Arbeitsbedingungen dort so mies und kräftezehrend, dass die Kolleginnen und Kollegen vielfach in Teilzeit gezwungen werden. Dieser Zustand wird durch die fehlende und mangelhafte Kinderbetreuung noch verstärkt. Frauen sind die Krankenschwestern, Altenpflegerinnen, Erzieherinnen, Köchinnen und Reinigungsfachkräfte dieser Republik. Leisten sie all das als Lohnarbeit, werden sie schlecht bezahlt. Leisten sie all das nach Feierabend, wird das als selbstverständlich angesehen. Die doppelte Ausbeutung und der Druck auf die Frauen wachsen durch das kaputtgesparte Sozialsystem. Geschlossene Kindergärten wegen fehlenden Personals, überlaufene Notaufnahmen und Krankenstationen sowie die Profitgeilheit privater Pflegeheime verschlechtern die Arbeits- und Lebensbedingungen.
Beschäftigte am Limit
In den letzten Jahren wurde die Öffentliche Daseinsvorsorge, gerade im Bereich der Pflege und Betreuung, kaputtgespart, ökonomisiert, privatisiert und dadurch schlechter und unzuverlässiger. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Menschen, die in diesen Berufen arbeiten, immer weiter an. Das spiegelt sich auch im überdurchschnittlich hohen Krankenstand zum Beispiel im Kita-Bereich oder bei den Pflegeberufen wider.

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